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Gedanken zur Fastenzeit 2017

Diese Woche hat die Fastenzeit begonnen und ich mache mir jedes Jahr wieder Gedanken darüber was ich fasten möchte, also was mir gut tun würde.

Für mich ist der Verzicht auf Süßes, Fleisch und Alkohol keine große Herausforderung. Das tue ich immer wieder über längere Zeiträume hinweg, weil ich ohnehin (oft gerne) darauf verzichte.

Aber worauf verzichtet man dann? Den Rest des Beitrags lesen »

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Emotion – Wissen – Leben – ?

Yoga sagt, dass es wichtig ist, seine Emotionen anzuerkennen, dann aber in Liebe loszulassen oder sie zu sublimieren. Das klingt schon nicht so leicht, und es ist noch weniger einfach, es umzusetzen.

Besonders negative Emotionen, Erlebnisse, die uns kränken also sogar wörtlich „krank machen“ können wir schwer annehmen.

In der letzten Zeit bin ich in eine sehr unangenehme Situation gekommen. Es ging um meinen ersten Geburtstag im neuen Leben und ich musste schmerzhaft feststellen, dass dieser für viele Menschen – auch solche, von denen ich es mir gewünscht hätte – einfach nicht wichtig war. Natürlich habe ich es nicht kommuniziert, denn das ist etwas, was doch „selbstverständlich“ sein sollte. Ich fühlte mich tagelang schlecht, ungeliebt und in meiner Besonderheit nicht wahrgenommen, war versunken in Selbstmitleid, Wut und Trauer, im Gefühl der Ohnmacht und der Bedeutungslosigkeit. Wunderbar inszeniert, herrlich dramatisch und theatralisch.

Tja – so ist es eben. Wir finden so schwer aus unseren Gefühlen, wenn wir sie nicht mit Abstand betrachten, vor allem wenn es das Ego ist, das laut schreit, wenn man nicht die entsprechende Aufmerksamkeit erhält, die man doch so gerne hätte. Wenn Dinge, die einem selbst so wichtig sind, für andere einfach nicht so wichtig sind und keine Priorität in deren Leben finden.

Innerlich habe ich gewusst, dass es nicht nötig wäre in diesen schlechten Gefühlen zu hängen, dass ich quasi umsonst leide, aber all das Wissen um den Ursprung der Gefühle, mein Ego, das Wissen um die Leichtigkeit, die man hat, wenn man nicht von der Aufmerksamkeit und Liebe anderer abhängig ist habe nicht geholfen. Das Ego zu überwinden ist äußerst schwierig denn es ist hartnäckig.

Vor allem habe ich dagegen angekämpft – wie ein Löwe oder besser wie eine Löwin. Gegen diese miesen Gefühle, gegen die Situation, gegen alles, was sich eben nicht gut angefühlt hat. Alles vergebens. Im Kampf kann an den Gegner nicht betrachten, sich nicht mit ihm auseinander setzen. So lange man kämpft reagiert man nur, pariert, achtet auf die Deckung, aber niemals ist es einem möglich auf das Gesicht des Gegners zu blicken, ihn wahrzunehmen, um vielleicht festzustellen, dass ein Kampf nicht nötig wäre. Ihn kennen zu lernen und ihn so zu nehmen wie er ist. Auf Aggression folgt Aggression. Auf Liebe, Liebe, so ist das.

Es ist nicht leicht, aber es ist mir gelungen, und wird mir wieder gelingen. In dem Moment, in dem ich begriffen hatte, dass es ein Wunsch nach Nähe war, der mir nicht erfüllt werden kann, konnte ich ihn liebevoll betrachten und mich lösen.

Ich war wieder zufrieden, konnte die Menschen und vor allem mich selbst wieder ohne Missmut und mit Liebe betrachten.

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