Erfolg durch Harmonie

Drei Wege wie dein Atem zu (d)einer unerschöpflichen Kraftquelle werden kann

Erst letztens habe ich wieder einmal den Satz gehört/gelesen: „Wir denken über unseren Atem nicht nach, es sei denn er fehlt uns.“ Als Yogalehrerin kann ich das jetzt nicht zu 100 Prozent unterschreiben, aber es wenn ich ehrlich sein soll, habe auch ich über meinen Atem sehr wenig nachgedacht bevor er nicht knapp wurde. Dabei ist der Atem so etwas Essentielles, Lebenswichtiges und vor allem Schönes!

Unser Atem dient uns nicht nur als Lebensspender, er kann noch so viel mehr! Ich stelle dir deinen Atem als Anker, Quelle der Entspannung und der Energie vor und habe zu jedem Punkt auch eine kleine Übung hinzugefügt, die du zu jeder Zeit und an jedem Ort machen kannst. Geschlossene Augen lenken die Aufmerksamkeit noch schneller nach Innen, du kannst alle Übungen aber auch alle mit offenen Augen machen! Lass die Zeit und den Ort nicht zu deiner Ausrede werden keine Zeit für eine Atempause zu haben! Unser Atem ist der schnellste Weg zurück zu unserer Mitte und er ist immer verfügbar!

 

Der Atem als Anker in stürmischen Zeiten

Der Atem ist auch in unserer Sprache allgegenwärtig, trotzdem denken die meisten Menschen solange sie gesund sind nicht viel über den Atem nach und wir nehmen kleinere Erkrankungen der Atemwege wie Schnupfen, Husten oder auch Allergien und Heuschnupfen  als unangenehm in Kauf.  Dabei ist der Atem der erste der uns darauf hinweist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Etwas raubt uns den Atem, im Guten wie im Schlechten, wir haben einen kurzen oder langen Atem, finden etwas atemberaubend, schöpfen Atem oder halten ihn an, erledigen etwas in einem Atemzug, machen eine Atempause oder sind atem-los.

Jede Emotion hat ihr eigenes Atemmuster.

Wenn wir uns freuen, uns ärgern, uns ängstigen oder entspannen. Unser Atem fließt immer angepasst an die Situation. Manchmal bemerke ich noch bevor mir klar wird, was ich eigentlich fühle dass ich im Körper etwas verändert, Kopf, Gesicht oder Bauch werden heißt und mein Atem verändert sich und erst dann „denke“ ich mein Gefühl.

Übung: In besonders stressigen Situationen lenke die Achtsamkeit auf deine Atmung, zähle 10 Atemzüge, dann erst setze deine Handlungen fort.

Ent-Spannung durch Atmung

Im Yoga und auch in anderen ganzheitlichen Konzepten wird der Atem geschult. Das bedeutet, dass der Fokus auf den Atem gelenkt wird. Vermutlich kann jeder der Yoga übt bestätigen, dass der Körper die Asanas, also die Körperübungen schneller erlernt als der Geist darauf geschult ist den Atem in jedem Moment zu beobachten um dann – in der höchsten Form der Yogaübungen, die Bewegung der Atmung folgen zu lassen. Aus diesem Grund gibt es im Yoga Pranayama, die Atemlenkung oder Atemkonrolle.

Die einfachste dieser Atemübungen ist es, den Atem „voll“ werden zu lassen. Bei dieser Übung lenkt man den Atem in den Bauch und später in alle anderen „Atemräume“ und füllt diese mit Atemluft. Die meisten Schüler erlernen diese Technik im Sitzen oder Liegen relativ schnell, erst in der Bewegung wird es schwierig. Dabei liegt das Geheimnis darin den Atem zuerst zu vertiefen und dann loszulassen.

Der Atem ist unser Freund, er fließt ohne jegliches Zutun.

Jedes Baby kommt auf die Welt und kann Atmen.  Erst im Laufe der Jahre verlernen wir die tiefe (Bauch)Atmung die uns (vollständig) entspannt sein lässt. Für mich ist daher die effektivste Form den Atmen wieder zu lernen diejenige, ein paar Minuten die tiefe Yoga-Atmung zu üben und dann auf die Beobachtung der Atmung zu wechseln. Besonders schön sind die Möglichkeiten mit der Beobachtung der Atmung zu entspannen, im Buch „Gesund durch Meditation“ von John Kabat Zinn nachzulesen.

Übung: Setze dich am Tag 5 Minuten irgendwo in Ruhe hin und beobachte das wunderbare Auf und Ab deines Atems. Nimm dir diese 5 Minuten nur für dich, für deinen Atem und beobachte was geschieht.

Atmung als Energiequelle

Ohne Atmung gibt es kein Leben. Im Yoga und Ayurveda wird der Atem mit Prana, der Lebensenergie gleichgesetzt wobei Prana viel mehr bedeutet als „nur“ der Atem. Prana fließt überall und verbindet alles miteinander. Was mir heute in Bezug auf das Geschenk des Atems wichtig ist hervorzuheben ist, dass wir den Atem auch jederzeit dazu nutzen können um frische Energie in unseren Körper und Geist zu holen.

Die bewusste Achtsamkeit auf den Atem oder die paar Minuten Stille geben uns Kraft, aber ich kann durch die Vertiefung des Atems und meine Vorstellung das Atemholen auch für neue Energie nutzen. Zum Beispiel kann es hilfreich sein, nach draußen zu gehen oder das Fenster zu öffnen und ein paar Mal tief ein und aus zu atmen, frische Luft in den Körper hinein zu bringen damit durch diese alle Zellen neue Energieimpulse bekommen. Eine andere Möglichkeit ist es sich bewusst zu entspannen ist eine einfach Atemtechnik zu lernen. Sie wird oft als Wechselatmung beschrieben. Ich empfehle sie dir hier ihrer einfachsten Form.

Atemübung für mehr Energie

Im Aufrechten Sitz – versuche deinen Rücken gerade und frei zu halten – schließe zu erst sanft mit dem Zeigefinger deiner rechten Hand dein rechtes Nasenloch und atme durch das linke Nasenloch ca. 10 – 15 ruhige Atemzüge ein und aus.

     Lege die Hand ab und beobachte wie es dir geht.

Dann schließe mit dem Zeigefinger deiner linken Hand dein linkes Nasenloch und atme durch dasrechte Nasenloch ca. 10 – 15 ruhige Atemzüge ein und aus.

    Lege die Hand wieder ab, spüre nach.

Tipp: Wenn dir nach mehr Kühle und Ruhe zu Mute ist, beginne damit das rechte Nasenloch zu verschießen.

Mehr zum Thema Atmung findest du in diesen Artikeln die bereits auf meinem Blog erschienen sind:

Ich freue ich, wenn du einen Weg findest dich über deinen Atem wohler ruhiger und/oder energiegeladener zu fühlen und freue mich, wenn du in den Kommentaren über deine Erfahrungen berichtest!

Deine
Rani

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4 Antworten zu „Drei Wege wie dein Atem zu (d)einer unerschöpflichen Kraftquelle werden kann“

  1. das Trollhaus

    Buddha fragte seine Schüler, wie lange das Leben eines Menschen dauert. Das Ergebnis: Einen Atemzug. Der Mensch davor, existiert nicht mehr und der danach ist ein Unbekannter.

    Antwort
  2. renata.kieres

    Liebe Rani – ich bin dir sehr dankbar für diese Lebenslekionen“. Sie helfen mir sehr, inneres Gleichgewicht beizubehalten, was angesichts sehr stürmischer und schwieriger Zeit, die ich gerade durchmache, von fundamentaler Bedeutung ist… Ich danke dir und wünsche dir, dass du stark bleibst. Renata

    Von meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.

    Antwort

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