Erfolg durch Harmonie

Meine 3 Strategien für schwierige Momente

Dieser Blogeintrag ist etwas Neues… Es passiert gerade viel in meinem Leben – nicht im Außen, aber im Innern und eine Idee gestaltet sich immer genauer heraus. Bisher habe ich „nur“ meine Gedanken aufgeschrieben und über das Leben, Yoga und anderes philosophiert oder über Yoga informiert.

In diesem Artikel möchte ich beginnen dir meine Strategien vorstellen die mich über die Jahre stark gemacht haben und mir durch viele Lebenskrisen aller Art geholfen haben.

Ich kann mich erinnern, dass ich bereits mit 15/16 Jahren darüber nachgedacht habe was mein Platz im Leben ist, warum ich hier bin auf dieser Welt und warum es in meinem Leben nicht einfach leicht sein kann… damals habe ich Antworten für mich gefunden, die mich motiviert haben weiter zu machen.  Als ich später die Möglichkeit bekommen hatte, habe ich mich in diesen Bereichen auch weiter gebildet. Mediation, Klang-Therapie, Yoga, Stressprävention  und Ayurveda sind die wichtigsten der Ausbildungen die mir den Rahmen dafür geben was ich heute weiß. Meine Inspiration waren und sind auch viele Bücher… aber trotz all der Ausbildungen und Bücher… nichts was du gelernt oder gelesen hast hilft dir, wenn du nicht auch gelernt hast, dein Wissen auch in deinem Leben anzuwenden.

Ich habe in den letzten Tagen verstärkt darüber nachgedacht, was denn so meine Quelle ist um mit schwierigen Situationen umzugehen, was genau mir jedes Mal hilft wenn ich mit einer Diagnose, mit einer unangenehmen Situation oder Emotion konfrontiert bin, und drei Dinge sind mir dabei  eingefallen.

Was mir hilft: die Realität, meine Kreativität und Dankbarkeit

Klingt jetzt ein wenig abstrakt? Ich möchte dir erklären wie ich das meine.

Die Realität

Wie kann mir die Realität helfen, wenn sie doch gerade so anstrengend ist und mich herausfordert?

Sie ist hilfreich, weil sie gleichzeitig einen unbestreitbaren Beweis liefert: Im Laufe deines Lebens sind dir sicherlich bereits andere Dinge passiert, bist du schon in Situationen gewesen in denen du dich schon hilflos gefühlt hast, in denen du nicht weiter wusstest und die dir vollkommen hoffnungslos erschienen sind – gerne auch weniger dramatisch! 🙂

Wenn ich in einer Situation bin, die sehr anstrengend für mich ist, dann rufe ich mir dieses Wissen herbei: Ich erinnere mich an all die schwierigen Situationen, die ich in meinem Leben schon gemeistert habe und ich erinnere mich, dass alle das selbe Ergebnis hatten: 

Die Probleme haben sich gelöst und dann …ist das Leben weitergegangen. 

Das Leben geht weiter. Veränderung findet statt. …und auch wenn ich mir im Moment nicht vorstellen kann, wie diese Situation gut ausgehen soll, so weiß ich doch, dass ich bisher aus allen Schwierigkeiten auch wieder herausgekommen bin. Mit diesem Wissen schöpfe ich Hoffnung und Vertrauen, dass mir auch dieses Mal etwas einfallen wird, dass mir auch dieses Mal geholfen werden wird und dass ich auch dieses Mal etwas tun kann!

Ich bin dann auch einfach nur dankbar für alles,
was ich bis jetzt schon erlebt habe.

Schon durch diesen ersten Schritt – die Realität zu erkennen, geht es mir oft schon viel besser weil ich der Situation damit ihren Schrecken nehme und ich mir nicht mehr so hilflos vorkomme. Das Problem wirkt dann auch nicht mehr so unbezwingbar und überfordernd.

Vielleicht argumentierst du jetzt, dass sich die Situation dadurch nicht ändert…

Die Kreativität

und teilweise hast du da auch recht. Aber wenn die Hilflosigkeit nicht mehr da ist, und du dich daran erinnerst, wie du frühere Situationen schon gelöst hast, kannst du dir die Angst nehmen und du kannst deine Kreativität ins Spiel bringen. Ich fühle ich mich damit sofort stärker, mutiger und vor allem handlungsfähig!

Nein, ich meine nicht, dass du jetzt Bilder malen sollst… aber so ähnlich!  Fordere deine Kreativität heraus! Male dir in den buntesten Farben aus, wie diese Situation ausgehen könnte! Jeder kann das! Unser Gehirn beginnt gerne damit, sich die schlimmsten Ausgänge auszudenken. Fürchterliche Szenarien mit allen möglichen tragischen Ausgängen und das passiert mir auch, ABER – ich beginne dann auch damit, mir die andere Richtung vorzustellen. Überlege dir also ganz bewusst, wie diese Situation auch supergut ausgehen kann. Statt Tragödie also Feel-Good-Movie im Kopf! Das ist am Anfang ein bisschen schwierig, denn positiv zu denken passiert nicht von allein… Aber wir können das trainieren und lernen!

Verwandle jeden schlimmen Gedanken in einen positiven Gedanken! Schreib das Drehbuch um! Wenn ich das mache versuche ich mir alle Möglichkeiten vorzustellen. Du kannst sie dir auch aufschreiben und wenn dann alle Möglichkeiten vor dir liegen, suche dir aus diesen Versionen die schönste aus. 🙂

 

Stelle dir die Frage: was ist das allerschlimmste was mir passieren könnte? 

Ich kann inzwischen sagen, dass alles was mir bereits passiert ist, was ich mir  irgendwann mal als das allerschlimmste auf der Welt vorgestellt hatte… und im Endeffekt hat es sich dann nur als ein weiterer Schritt herausgestellt, auch das ist vorbei gegangen und war dann doch nicht das Schlimmste was passieren konnte…

Inzwischen fällt mir, wenn ich darüber nachdenke was mir schlimmstenfalls passieren kann nur mehr der Tod ein, denn danach gibt es nichts was ich in diesem Leben noch machen kann. ABER auch der Tod wäre eigentlich nicht wirklich schlimm…zumindest nicht (mehr) für mich. Der Tod ist vor allem für diejenigen schlimm, die zurückbleiben,  die zurück bleiben auf dieser Welt, denn die müssen sich verabschieden, aber der Mensch der stirbt… ist erlöst. 2010 hat meine Lunge aufgehört zu atmen. Ich bin öfter synkopiert (kurz: ohnmächtig geworden) und durch meine Erlebnisse spüre ich ganz deutlich, dass der Tod auch nur ein weiterer Schritt ist.

Wir werden geboren, wir sterben. So ist das. 

Und? Ist dir vielleicht die eine oder andere Situation eingefallen, die du meistern konntest obwohl sie dir zunächst übermächtig und nicht zu bewältigen erschienen ist? Die meisten Probleme entstehen im Kopf und dort können wir sie meistens auch lösen…. wenn wir auch in unserem Herzen nach den Antworten suchen.

Die Dankbarkeit

Wenn ich so auf die letzten Jahre blicke dann kann ich erkennen, wie viele Geschenke mir vom Universum gemacht worden sind!

Durch meine Diagnose 2005 bekam ich die Möglichkeit mein Leben zu ändern – nachdem ich dieses Geschenk nicht genutzt habe, wurde mir 2007 ein Burnout geschenkt, dass mir ermöglichte mich von meinem damaligen Arbeitgeber zu trennen. Nachdem ich das vor lauter Angst nicht selbst geschafft hätte, wurde mir die Kündigung zum Geschenk gemacht. In der Zeit danach habe ich begonnen meine Ausbildungen zu machen und konnte dank der damaligen Lebens-Situation damit beginnen Yoga zu unterrichten. Das war aber noch nicht ganz der richtige Weg. In dieser Zeit wurden mir viele Hinweise geschickt und viele Geschenke gemacht, die ich nicht deuten konnte. 2010 hat das Leben mir genau zu meinem 32. Geburtstag eine neue Lunge geschenkt. Ich erkannte, dass ich mein Leben ändern muss um glücklich zu sein, konnte aber nicht loslassen. 2012 hat sich mein damaliger Partner von mir getrennt,  ich habe mich dann mit aller Kraft am Alten festgehalten, konnte mir nicht vorstellen was passiert wenn ich loslasse. Und es wurde mir alles weggenommen… Als ich dann endlich die Hände frei hatte kamen neue Geschenke! Ein neues Leben in einer neuen Stadt mit einem neuen Partner und mit viel mehr Freiheit, Freude, Liebe und Leichtigkeit, als ich es mir je vorstellen konnte… Das Leben hat einfach die besseren und vor allem kreativeren Ideen!

Auch jetzt habe ich wieder Zeit geschenkt bekommen…. ich bin so sehr gern in Bewegung, dass die für mich so wichtige Stille zu kurz gekommen ist…  Ich war auf dem Weg wichtige Entscheidungen nicht zu treffen und mich in meinem Leben zu verwickeln. Jetzt kann ich sehen, wie wertvoll die Zeit, die ich jetzt, auf eine zweite Lungentransplantation wartend, trotz aller Anstrengung, für mich ist.

Manchmal ist man so sehr in seinem Leben verfangen, dass es schwer ist, sich vorzustellen wie es anders sein kann.Du erkennst diese Zeit, wenn dir das Leben anstrengend erscheint, wenn du das Gefühl hast, nicht zu Ruhe zu kommen, wenn du dir immer weniger Zeit für dich nimmst – nehmen willst oder nehmen kannst. Dann ist es wichtig, einen Schnitt zu machen und aufzuhören, einen Schritt zurück zu treten und sich selbst und sein tun mit Abstand zu betrachten um zu sehen was du verändern musst um wieder lachen und entspannen zu können!

Diese Erkenntnis zu machen ist mir geschenkt worden – ich freue mich sie in der Zukunft einsetzten zu können…

Wir wachsen mit den Aufgaben die uns das Leben gibt.
Nutzen wir unsere Kraft sie zu lösen, und sie zu durchleben, gehen wir
gestärkt, mutiger und glücklicher aus ihnen heraus.
Das ist meine tiefste Überzeugung.

Dankbarkeit für all die Geschenke zu entwickeln, die wir bekommen ist deshalb so wertvoll, weil wir dadurch mehr davon in unser Leben bringen und eine positivere Einstellung zum Leben entwickeln können. Es ist nicht immer leicht die Geschenke als solche zu erkennen, aber ich bin überzeugt, dass jede Herausforderung auch ein Geschenk für uns in Händen hält.

Ich freue mich, wenn du mir in die Kommentare schreibst, wenn dir der Artikel gefallen hat und er dir vielleicht sogar geholfen hat mit einer schwierigen Situation besser umzugehen! ❤

Alles Liebe

Rani

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4 Antworten zu „Meine 3 Strategien für schwierige Momente“

  1. Brigitte

    Ich bin immer wieder sprachlos über Deine Worte … teils weil sie meinen Gedanken entsprechen, also das aussagen was ich fühle aber noch nicht benennen konnte. Und teils weil ich Deinen Lebensmut bewundere … was sind meine handgestrickten Problemchen dagegen? So schnell kann sich das relativieren … vielen Dank und immer wieder viel Kraft und meine besten Wünsche, dass deine Gesundheit noch lange erhalten bleiben möge (und sich natürlich auch stetig weiter verbessert, eben in ihren Grenzen)

    Antwort
    • Rani

      Liebe Brigitte!
      Vielen Dank für deine Gedanken!
      Jeder Mensch bekommt das was er tragen kann! Jedes Problem möchte gesehen und gelöst werden – in Liebe annehmen & schauen was es dir sagen will. Das sind die Geschenke von denen ich spreche! 🙂
      Meine Gesundheit ist Ausdruck meines Wachstums und ich bin sicher, dass ich auch auch aus dieser Situation wieder wie ein Phönix heraussteigen werde. Gereinigt und bereit all dem Leben und der Liebe zu begegnen dass da noch auf mich wartet! 🙂 ❤

      Antwort
  2. Eva Schatz

    Liebe Rani ich bin sehr berührt von deinen Worten und Gedanken und das Thema. Man kann 100 Jahre Yoga unterrichten..in das Leben tatsächlich für sich selbst es zu verstehen zu nutzen ist ein ganz tiefer Weg und führt niemals an Wegkreuzungen Schluchten Gräben vorbei. Die zu durchwandern heisst für sich selbst diese tiefe Philosophie zu erkennen und dadurch diese Freiheit des Geistes zu erlangen wovon du schreibst. Ich umarme dich ganz innig deine Yogafee Eva

    Antwort
  3. Maria Kaufmann

    Liebe Rani! Ich habe deinen Artikel gerade zum zweiten Mal gelesen und ich finde ihn immer noch sehr gut. Du sprichst mir aus der Seele. Ed und ich machen in deiner Abwesenheit weiter Yoga mit Christoph und es ist auch gut und interessant, da ein anderer Lehrer auch viel Neues und Anderes bringt und dadurch mein Yogahorizont erweitert wird. Trotzdem hoffe ich sehr, dass du bald wieder aktiv bist! Ich wünsche Dir dass du ganz schnell eine neue Lunge bekommst und wieder aus deinem Ruhemodus heraustreten kannst, sobald du es willst.
    Herzliche Grüße Maria

    Antwort

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