Erfolg durch Harmonie

Der wichtigste Gedanke für das Glück

Ich bin Spezialistin darin das Gute im Schlechten zu sehen – darin übe ich mich gefühlt mein ganzes Leben lang. Wenn ich darüber nachdenke, ist das wohl eine der wichtigsten Ressourcen die ich als Kind entwickelt habe und die mir jetzt zur Verfügung steht, um mich immer wieder selbst zu motivieren weiter zu machen, positiv zu bleiben und meine ganze Kraft einzusetzen um für jedwede Situation einen positiven Ausgang als einzig mögliches Szenario zu akzeptieren… Trotzdem gibt es immer wieder Momente, in denen ich darauf vergesse und ich bin dankbar, in solchen Momenten daran erinnert zu werden.. 

Wenn wir in eine Situation kommen die uns unangenehm ist, die anstrengend ist oder herausfordernd, ist es hilfreich, wenn man weiß, dass sie wieder enden wird. Im Fall einer Krankheit ist das entweder eine OP, eine Behandlung, ein stabiler Zustand in dem man eine gewisse Lebensqualität hat mit der man zufrieden ist, oder eine Phase ohne Schübe etc. Manchmal gibt es zwar ein absehbares Ende, aber ohne Termin. Wie in meinem Fall. (Ich bin da auch nicht alleine) Ich warte auf eine Spenderlunge, die mir ein Weiterleben ermöglichen wird in dem Atmen und Leben wieder leicht ist…
Ich weiß nicht ob es die Tatsache ist, dass ich weiß wie gut es einem nach der Operation gehen kann, die meine Ungeduld manchmal aufkommen lässt, oder ob es einfach die Tatsache ist, dass das Leben unter 20% Lungenfunktion einfach anstrengend ist.  Manchmal erscheint mir meine Situation jedenfalls unerträglich und ich will einfach nur hinaus aus dieser Situation und will, dass es mir einfach gut geht.

Ich glaube das Geheimnis, und das was mir immer wieder hilft, ist zu denken und zu vertrauen, dass gerade diese Situation, die ich jetzt gerade erlebe, wichtig ist für mich. Wichtig für mich ist, weil ich etwas neues zu Lernen habe um dadurch wieder klüger und kraftvoller zu werden.

Auf meine erste Lunge hab ich nicht lange warten müssen. Ich lag bereits 2 Tage beatmet auf der Intensivstation. Ich kenne diesen Zustand des Wartens also gar nicht. Ist es schlimmer wenn man weiß was man vermisst? Ich weiß es nicht. Ich kann mich erinnern, dass die Zeit in der es mir jeden Tag schlechter ging sehr anstrengend war, aber ich hatte kein Ende vor meinen Augen und ich konnte mich eigentlich gar nicht mehr daran erinnern wie es war gesund zu sein. Ich habe es einfach ertragen und das Beste daraus gemacht. Jetzt weiß ich, spüre ich, dass ich eine Chance habe wieder normal zu leben und wie es ist wieder kraftvoll zu sein und leben zu können! …und diese Aufregung kribbelt in all meinen Zellen! Ich freue mich darauf wieder lebendig zu sein und bin manchmal ungeduldig wie ein kleines Kind…

Manchmal ärgere ich mich über mich selbst, wenn ich mich schlecht fühle und dann beginne positive Gedanken zu denken. Ich finde, manchmal braucht man es auch einfach mal sich selbst ganz arm zu finden, um/und in den Arm genommen und ein bisschen gestreichelt zu werden. Ich halte diesen „arm-Zustand“ nur nicht lange aus! Ich suche (und finde) immer Wege, wie ich mich trotzdem „bewegen“ kann, wie ich ich in Kontakt treten kann mit der Welt… 🙂

Ich finde viel Trost und Ruhe in der Meditation und der Arbeit an und mit mir selbst. Jedes Mal wenn ich negative Gedanken habe versuche ich mich daran zu erinnern, was alles noch möglich ist! Ich scherze gerne, dass ich wohl eine der wenigen Menschen bin die dreimal geboren werden in nur einem Leben! 🙂 Es ist meine Überzeugung, dass ich aus jedem Leben etwas mitnehme, das ich im nächsten umsetzen kann. Vom „ersten“ Leben zu diesem war es sicher die Erkenntnis, das ich alles kann, wenn ich nur will! Dass die einzigen Grenzen die in meinem Kopf sind.

Positve Gedanken zu denken tut einfach viel besser, als sich in negativen Gedanken, Ängsten und Vorwürfen zu ergießen. 

Langsam beginne ich zu verstehen, warum ich diese Lernerfahrung machen darf. (und auch hier bin ich ungeduldig) Es geht immer auch darum, Entscheidungen zu treffen, die uns in einen Zustand bringen der uns gut tut. Indem ich aufhöre getrieben zu sein, die Realität verweigere, und damit leide, indem ich aufhöre mich abzulenken von dem was ich will und beginne auf Zeichen zu achten, die mir zeigen wo ich meine Energie nun am besten hinlenken kann, schaffe ich neue Räume für das was gerade möglich ist. Ich leide weniger (an schlechter Laune, Unzufriedenheit, Selbstmitleid) und bin zufriedener. Wenn ich die Augen offen halte finde ich auch Lehrer – Bücher, Videos oder Vorträge – die mir helfen, neue Gedanken zu denken oder altes Wissen wieder zu aktivieren, mich zu erinnern…

Gestern hörte ich zum Beispiel ein Interview von Ophra Winfrey mit dem buddhistischen Mönch Thich Nhat Hanh. Das gesamte Interview war sehr beeindruckend, aber am meisten hat mich der Satz beeindruckt als er (in Minute 8:55). meinte:

„When you breath in and you are aware, that you are alive, and that is already a miracle“

Übersetzt bedeutet es: „Wenn du einatmest und du dir bewusst wirst, dass du lebst, das ist bereits ein Wunder“ Ich wurde ganz demütig, denn mir wurde bewusst, dass trotz allem Leben in mir fließt, für das ich dankbar sein kann. Ich atme schließlich noch! Mein Körper funktioniert auf eine wunderbare, unglaublich sensationelle Art und Weise! Ich bin dankbar für das Leben das ich lebe und ich bin dankbar der Mensch zu sein, der ich bin! Das ist aber nur die Summe dessen, was ich bisher erleben durfte. Ich bin dankbar dafür, in einem Land zu leben, in dem es überhaupt möglich ist, als eigentlich sterbender Mensch eine Chance auf ein Weiterleben zu bekommen. Ich bin dankbar für die Jahre in denen es mir gut ging und für diesen besonderen Moment in dem ich wieder erkennen durfte dass das größte Geschenk das Leben selbst ist.

Wir vergessen über die kleinen Dinge die uns im Leben so passieren gerne darauf, dass in jedem Moment das Leben an sich das größte Wunder ist und ich bin so dankbar, immer wieder darauf aufmerksam gemacht zu werden, wie wertvoll jeder einzelne Moment ist. Thich Nhat Hanh lehrt in jedem Moment achtsam zu sein. Seine Gefühle wahrzunehmen und sie an und ernst zu nehmen. Sie zu integrieren um in jedem Moment vollkommen und ganz zu sein.

Das ist finde ich ein wunderbares Ziel! ❤

Om Shanti

Deine Rani

Das Video mit dem Interview findest du hier

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