Erfolg durch Harmonie

Meditation mit Mantras – Was sind Mantras und wie helfen Sie uns?

Aufgrund von vermehrten Nachfragen zum Thema Mediation und Mantras habe ich mich näher mit dem Thema auseinander gesetzt. Hier folgt nun eine Zusammenfassung dessen, was Mantra-Mediation bedeutet, was sie bewirkt und wie sie geübt werden kann. In folgenden Beiträgen werde ich einige der wichtigsten Mantren vorstellen. Ich wünsche viel Freude beim Lesen!

Mediation zu üben fällt in der Gruppe oft leichter, da das gemeinsame Bemühen einen Raum schafft, in dem die Meditation leichter fällt. Zudem sollte man sich einen Lehrer suchen, dem man seine Fragen stellen kann, da Meditation in jedem Fall Veränderungen bewirken wo Begleitung hilfreich sein kann.

Was braucht man für die Meditation? Mehr hier: Wie lerne ich meditieren

Das Wort Mantra hat zwei Wurzeln. Man bedeutet denken, tra heißt schützen.

Es gibt verschiedene Definitionen für den Begriff „Mantra:

  • In klassischen Schriften heißt es: „Mananat Trayate Iti Mantrah“ –  „Was durch geistige (Manas) Wiederholung zu Befreiung (Trayate) führt, das ist Mantra.“ oder auch: „Was uns vom Geist befreit (und uns für Dimensionen jenseits des Geistes öffnet), das ist Mantra.“
  • „Ein Mantra ist mystische Energie, die in eine Klangstruktur eingeschlossen ist.“ Swami Sivananda
  • „Mantra ist ein Wort, eine Silbe oder Formel, welche eine besondere emotionelle, magische oder spirituelle Kraft in sich trägt.“ Wilfried Huchzermeyer.

Mantras und Sanskrit
Die Welt ist aus Klang entstanden (Am Anfang war das Wort) – im Yoga heißt dieser Urknall Sabdabrahman, Laut  Gottes. Aus der latenten Energie, Shakti, die wie ein Samen alle Formen bereits in sich birgt, entstand die Welt.

Sabdabrahmas Energie, in viele Schwingungen geteilt bildete schließlich 50 klare Laute, die Varans heißen. Aus dieser Basis entstand die Sprache Sanskrit die auch Devani, Sprache der Götter, genannt wird. Sie ist mindestens 3500 Jahre alt. Sanskrit ist die Sprache der Veden und der Brahmanen. Sanskrit ist sehr klar und strukturiert aufgebaut, da ihr Alphabet nach dem Entstehungsort des Klanges im Mund aufgebaut und umfasst alle Klänge die dem menschlichen Sprachorgan möglich ist. Diese 50 Buchstaben sind auch mit den 6 Hauptchakren verbunden, jeder Laut ist einem bestimmten Chakra zugeordnet, so erklärt sich auch die direkte Wirkung der Klänge auf unseren Köper und Geist.

Ein Mantra ist entweder ein Name für das Absolute oder eine abstrakte Formel. Mantras sind damit Klänge und Schwingungen, die mit ihrer Kraft Wirkungen in unserem Geist erzeugen können. Sie wirken durch die Zusammensetzung der Klänge der Buchstaben und Wörter die richtig ausgesprochen, aber nicht verstanden werden müssen um Veränderungen im Geist und Körper bewirken zu können. Die korrekte Aussprache ist sehr wichtig, da die Schwingung jedes Tons eine andere ist und sofort die Wirkung ändert.

Mantren stärken die Entschlossenheit, und die Spirituellen Fähigkeiten des Suchenden, sie erleichtern die Loslösung von äußeren Dingen, fördern die Weisheit und lösen Wut, Gier und andere Fehler auf. Es entfernt seelische Blockaden, erzeugt neue Energiemuster im Geist und verdrängt negative Eindrücke.

Das Konzept der Mantras
Nach den Mantra-Shastras (Schriften, die die Wissenschaft des Mantra-Yoga beschreiben) befindet sich das Universum in einem Zustand der Vibration. Schon sehr früh entdeckte der Mensch, dass durch spezifische Klänge, insbesondere, wenn sie über eine bestimmte Zeit wiederholt bzw. fortgesetzt wurden, erstaunliche Wirkungen im Geist des Menschen, aber auch in seinem Körper und seiner Umwelt entstehen können. Man entdeckte, dass das energetische Prinzip des Klanges tiefer reicht als der hörbare Klang, tiefer als Schallwellen: Der Weg zum inneren Klang und zur inneren Rezitation heiliger Laute und Mantras war gefunden. So entstand in Indien vor mehreren Jahrtausenden die Wissenschaft des Mantra-Yoga, die die Kraft von bestimmten Klängen studiert und das geistig-spirituelle Potential der Klangenergie bewusst einsetzt, um im Geist des Menschen, aber auch in seiner Umwelt, bestimmte Wirkungen zu erzielen.

Die Anwendung von Mantras umschließt die meisten Bereiche des Lebens:
– Heilung und Schutz
– Erfolg und Wachstum
– Spirituelle Entwicklung bis zur Erleuchtung

Mantra-Anwendung

1.  Mantra-Meditation
Das Mantra wird als Meditationsobjekt mit geschlossenen Augen meist im Atemrhythmus wiederholt. Der Fokus kann dabei auf der Synchronisation mit der Atmung, der Klangstruktur oder dem Fühlen der Energie liegen. Die Meditation mit einem Mantra ist in den meisten Yoga-Traditionen die gebräuchlichste.
dabei auf das Ajna Chakra (Stirnmitte) oder das Anahata Chakra (Herz) konzentrieren. Das Mantra fehlerlos im Rhythmus der Atmung wiederholen.
Wir unterscheiden:

  • Vaikhari Japa – lautes Wiederholen
  • Upamsu Japa – flüsternd oder summend Wiederholen
  • Manasika Japa – mentales Wiederholen (am wirksamsten)

2. Japa-Meditation
Die Rezitation des Mantras wird mit Hilfe einer Japa Mala geübt. Dabei wird das Mantra eine bestimmte Anzahl von Wiederholungen gesprochen oder geistig wiederholt. Das Weiterbewegen der Japa Mala kommt dazu, sodass bei dieser Technik Konzentration und die Klangenergie mit Achtsamkeit auf die physische Bewegung verbunden wird.
Eine Japa Mala besteht aus 108 Perlen und einer großen Perle, Meru, bei der Japa Mediation berührt man die Mala nur mit Daumen und Mittelfinger und hält die Mala oberhalb des Bauchnabels. Sie wird um den Hals getragen oder in einem sauberen Tuch aufbewahrt. Japa fördert die Aufmerksamkeit, bündelt körperliche Energie und unterstützt das rhythmische, flüssige Rezitieren.

3. Mantra-Singen in der Gruppe:
Die Mantra-Rezitation in der Gruppe erhält ähnlich dem Kirtan-Singen in der Gruppe eine ansteigende Energie. Diese ist deutlich wahrnehmbar. Dies kann mit oder ohne Instrumente durchgeführt werden.

4. Mantra-Rezitation in der Gruppe:
Ist etwas eintöniger als das melodiöse Wiederholen, doch wird hier eine andere Ebene aktiviert. Die Kraft des Mantras wirkt auf eine subtilere Weise.

5. Likhita Japa
Das Mantra wird bei dieser Technik aufgeschrieben. Man sollte dies in einem nur für diesen Zweck gewidmetes Heft tun und täglich 10 – 15 Minuten das Mantra aufschreiben. Diese Form fördert auch die Konzentration.

Die Wahl eines Mantras
Ein Mantra ist dann geeignet, wenn man spürt, dass es zu einem passt. Man fühlt sich zur Gottheit, zur Energie oder zum Klang hingezogen. Hat man sich einmal für ein Mantra entschieden, sollte man es nicht mehr ändern.
Je öfter das Mantra wiederholt wird umso wirkungsvoller ist es. Daher sollte es so oft wie möglich, auch im Alltag  (beim Autofahren, im Büro, bei der Hausarbeit, …) wiederholt werden.

Die Mantra-Arten

Saguna Mantras rufen eine bestimmte Gottheit an. Unter Gottheit versteht man einen Aspekt der einen, höchsten Energie, des einen und höchsten Bewusstseins. Jede Gottheit ist vollständig und symbolisiert einen Aspekt des Ganzen. Jeder Weg zum Gipfel eines Berges führt zum Ziel. Jedes Mantra ist gleich, keines ist wirksamer.

Niguna Mantras symbolisieren keine Gottheit, sie sind für Menschen geeignet, die im höchsten Bewusstsein etwas Abstraktes sehen. Diese Mantren werden benutzt um sich mit der ganzen Schöpfung zu identifizieren und eins zu werden mit dem reinen Bewusstsein.

Quellen:

  • Meditation – In 12 Stufen zu mehr Gelassenheit und innerer Kraft (Sivananda Yoga Vedanta Zentrum)
  • Kirtan Heft (Sivananda Yoga Vedanta Zentrum)
  • Die Bildersprache des Hinduismus, Götttinnen und Götter, Erscheinungsformen und Bedeutungen, Eva Rudy Jansen, Verlag Binkey Kok – Haarlem/Holland
  • Meditation und Mantras, Eine Darstellung der vier großen Yogasysteme in Theorie und Praxis, Swami Vishnu-devananda, Sivananda Yoga Vedanta Zentrum
  • Wikipedia
  • Internet div. Quellen
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3 Antworten zu „Meditation mit Mantras – Was sind Mantras und wie helfen Sie uns?“

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